Netzwerk Theater
und Schule

Rück­blick

Spiel der Gäste
26. November 2021
online

Plattform

Wie jedes Jahr lud FLUX ein zur FLUX-Plattform, dem Austausch- und Präsentationsformat der FLUX-Residenzen.

Ziel der Residenzen ist es, über einen längeren Zeitraum hinweg partizipative Projekte mit Menschen vor Ort in den ländlichen Regionen Hessens zu entwickeln. Themenschwerpunkt der diesjährigen Plattform war das Thema Verabschiedung und Weggang, denn: Die Residenzprojekte, die wir die letzten drei Jahre begleitet haben, waren nun das letzte Mal mit dabei. Neben den Präsentationen widmete sich die Veranstaltung auch der Frage, wie ein nachhaltiger und angemessener Abschied von einem Ort bzw. einer Gruppe von Teilnehmer:innen gelingen kann – und was zurückbleibt.

Residenzen

Zum dritten und damit letzten Mal waren Studio Studio und Theater Joschik im Jahr 2021 mit ihren Projekten zu Gast in ländlichen Regionen Hessens.

  • Foto: Ullrich Herding
  • Foto: Ullrich Herding
  • Foto: Ullrich Herding

In der Gemeinde Grebenhain hat sich Studio Studio dem Schicksal eines Leerstandes mit einer vielschichtigen Geschichte gewidmet: dem verwaisten Fußballplatz in Volkartshain. Im Entstehen ist eine gemeinsam mit den Bewohner:innen erarbeitete filmische Untersuchung örtlicher Fragestellungen, die die Vergangenheit und mögliche Zukunft dieses Ortes auslotet. Auch die Position der vermeintlich außenstehenden Künstlerinnen wird mitreflektiert, indem sie selbst Teil des Films werden.

  • Foto: Ullrich Herding
  • Foto: Ullrich Herding
  • Foto: Ullrich Herding

Theater Joschik setzte in der Gemeinde Staufenberg die Auseinandersetzung mit dem Werk Peter Kurzecks fort und widmete sich diesmal dem Erinnern. Das Kollektiv machte den Wald zur Bühne und zum Gemeinschaftserlebnis: Auf den Spuren vorheriger Spaziergänger:innen wurde spekuliert über die Geschichten, die sich hinter den eingeritzten Initialen im Baum verbergen, Erinnerungen an gemeinsame Feste und Begegnungen gesammelt und ein Fest für und mit Menschen aus der Region veranstaltet.

Gastspiel

Mit Käpt’n Knitterbart und Mee(h)r gastierte das Figurentheater Eigentlich am 9. und 11. November an der Grundschule am Sommerberg in Weilrod-Riedelbach. Auf der Schulwebseite ist ein schöner Beitrag zur Aufführung erschienen – ein Blick lohnt sich!

Kinderakademie

  • Fotos: Thomas Hof und Soheil Honarmand
  • Fotos: Thomas Hof und Soheil Honarmand
  • Fotos: Thomas Hof und Soheil Honarmand
  • Fotos: Thomas Hof und Soheil Honarmand
  • Fotos: Thomas Hof und Soheil Honarmand

Ist das Märchen vom „Hans im Glück“ ein Schwank über einen sorglosen Naivling, oder ist das Märchen ein Lehrstück über einen, der Besitz und Ballast abwirft und Glück und Freiheit gewinnt? Unter der künstlerischen Leitung vom collACTiv (Patrizia Schuster & Thomas Hof) widmete sich die FLUX-Kinderakademie 2021 der Suche nach dem individuellen Glück als Teil gesellschaftlicher Partizipation und Gestaltung.

Die teilnehmenden Kinder arbeiteten unter anderem mit dem Graffiti-Künstler Marcel De Medeiros und der Illustratorin Aliaa Aboukhaddour. Dabei durften sie nicht nur selbst Leinwände besprayen und gemeinsam eine Wand gestalten, sondern als krönenden Abschluss auch ein Logo für das Clubhaus des Schulkinderhauses Westerbach kreieren.

Gastspiel

Am 1. Juli 2021 gastierten Senger & Mitterlehner mit „Name: Sophie Scholl“ in der Hermann-Ehlers-Schule in Wiesbaden. Auf der Schulwebseite ist ein wunderbarer Beitrag zur Aufführung erschienen:

Die Schüler*innen der Klassen 10a, 10b und 10c sind an alle gleichermaßen beeindruckt von der überzeugenden Darstellung der Schauspielerin. Corona konform findet es in drei hintereinander folgenden Aufführungen in den entsprechenden Klassenräumen statt.

Begeistert wird applaudiert, bevor die Jugendlichen Gelegenheit haben, Fragen zum Stück zu stellen. Was dann folgt, ist ein spannender Workshop, der verschiedene Übungen zu den Fragen: „Wie hätte ich gehandelt? Zivilcourage ist leicht gefordert, aber woher die Courage nehmen?“ bereithält.

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Gäste des Spiels
1. Juli 2021
Online-Workshop für FLUX-Künstler:innen

Verstrickt und Zugenäht

Intersektionalität, Diskriminierung, Privilegien – was geht mich das an?

Intersektionalität beschreibt, dass unterschiedlichste Diskriminierungsformen nicht immer isoliert voneinander auftreten. Im Workshop „Verstrickt und zugenäht“ beschäftigten wir uns mit diesem Zusammenwirken und lernten, was Intersektionalität bedeutet und wie sie zum Tragen kommt.

Anhand von Impulsen, Kleingruppenarbeiten, Einzelreflexionen und anderen interaktiven Methoden setzten wir uns mit Privilegien auseinander, die wir in unterschiedlichen Machtverhältnissen und vor allem im Kunst- und Kulturbereich genießen. Gemeinsam lernten wir, das verzwickte Knäuel der „Ismen“ (Rassismus, Sexismus, Ableismus, Klassismus, Antisemitismus etc.) zu entwirren.

Wir luden dazu ein, Handlungsmöglichkeiten zu diskutieren. Nicht etwa, um den Workshop mit Gefühlen von Scham und Schuld zu verlassen, sondern mit einem größeren Verantwortungsbewusstsein, einer höheren Sensibilisierung und Ideen für einen Umgang mit Privilegien.

Gastspiel

Die Lügenpolizeit war – in aufsuchender Präventionsarbeit – zu Besuch in Bottendorf: Ganze sechs Mal spielten die stromer am 15. und 16. Juni 2021 ihr Stück „TATÜTATA“ für die Kinder der örtlichen Grundschule. Humorvoll veranschaulichten die Theaterleute vor gebanntem Publikum Wissenswertes und Erstaunliches aus der Welt der Unwahrheiten und forschten das Thema in gemeinsamen Nachgesprächen mit den Schüler:innen weiter aus.

19. Mai 2021
online

Gut Gelandet

Die künstlerische Arbeit in ländlichen Räumen in Hessen ist vielseitig. In der Veranstaltung „Gut Gelandet“ blickten wir gemeinsam auf Potenziale regionaler Vernetzung und künstlerischer Strategien für die Arbeit in ländlichen Räumen. Wie baue ich Partnerschaften vor Ort auf, erschließe neue Räume und finde Multiplikator:innen?

Kulturakteur:innen aus Hessen berichteten über flächenübergreifende Zusammenarbeit zwischen Künstler:innen, Lehrer:innen, Schüler:innen und Kommunen. Anhand der eigenen Praxis zeigten sie, wie unterschiedliche Akteur:innen ins Gespräch kommen, sie sich auf die Suche nach neuen Kulturorten begeben, sie Teilhabemöglichkeiten schaffen und kulturelle Aktivitäten einer Region neu beleben – und welche Herausforderungen dadurch entstehen.

Die Veranstaltung war eine Kooperation zwischen laPROF – Landesverband professionelle Freie Darstellende Künste Hessen e. V., FLUX – Netzwerk Theater und Schule und dem Programm „Performing Exchange“ des Bundesverband Freie Darstellende Künste.

4. Mai 2021
online

Tricks & Tools

Kollektiv künstlerisch mit Schüler:innen arbeiten und dabei in der Vermittlung einer Aufführung kontaktarm bleiben, fällt in dieser Zeit schwer. Unterschiedliche Videokonferenztools und andere Webanwendungen stehen zur Verfügung. Aber welche Vorkenntnisse brauche ich, welchen Zugang ermöglichen die Plattformen? Die FLUX-Fortbildung Tricks & Tools schuf Abhilfe und lieferte erste Antworten auf diese und weitere Fragen. In jeweils 20-minütigen Impulsen gewährten unsere Referent:innen Einblicke in ihre künstlerische Praxis mit verschiedenen digitalen Werkzeugen und luden zum Ausprobieren und Mitmachen ein. Im Mittelpunkt standen u. a. Etherpad, Mentimeter und Spatial Chat sowie die App StadtSache.

Gefördert vom Fonds Darstellende Künste aus Mitteln der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien.

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