Netzwerk Theater
und Schule

Veranstal­­­­­tungen

Was geht ab?
Online-Workshop für FLUX-Künstler:innen
1. Juli 2021, 9.30 Uhr – 13.30 Uhr
Teilnahme kostenfrei
max. 15 Teilnehmer:innen

Verstrickt und Zugenäht

Intersektionalität, Diskriminierung, Privilegien – was geht mich das an?

Intersektionalität beschreibt, dass unterschiedlichste Diskriminierungsformen nicht immer isoliert voneinander auftreten. Im Workshop „Verstrickt und zugenäht“ wollen wir uns mit diesem Zusammenwirken beschäftigen und verstehen lernen, was Intersektionalität bedeutet und wie sie zum Tragen kommt.

Anhand von Impulsen, Kleingruppenarbeiten, Einzelreflexionen und anderen interaktiven Methoden werden wir uns mit Privilegien auseinandersetzen, die wir in unterschiedlichen Machtverhältnissen und vor allem im Kunst- und Kulturbereich genießen. Gemeinsam wollen wir lernen, das verzwickte Knäuel der „Ismen“ (Rassismus, Sexismus, Ableismus, Klassismus, Antisemitismus etc.) zu entwirren.

Wir laden dazu ein, Handlungsmöglichkeiten zu diskutieren. Nicht etwa, um diesen Workshop mit Gefühlen von Scham und Schuld zu verlassen, sondern mit einem größeren Verantwortungsbewusstsein, einer höheren Sensibilisierung und Ideen für einen Umgang mit Privilegien.

Referent:innen
Nina Khan arbeitet in verschiedenen Kontexten zu Antidiskriminierung und Diversität, schwerpunktmäßig in den Themenfeldern Rassismus, koloniale Kontinuitäten und Intersektionalität. Sie ist seit zehn Jahren freiberuflich als Trainerin in der politischen Bildungsarbeit tätig und hat in Südasienstudien promoviert. Sie arbeitet als Referentin für Chancengleichheit und Diversity an der Universität Potsdam.

Lou Herbst arbeitet seit mehr als zehn Jahren im Bildungsbereich im Kontext Antidiskriminierung und Diversität. Lou arbeitet vor allem zu sexueller und geschlechtlicher Vielfalt, Rassismus/Weißsein und Intersektionalität und ist Mitherausgeber:in der Broschüre zu Gender_Sexualitäten_Begehren in der machtkritischen Bildungsarbeit vom quix-kollektiv. Seit einem halben Jahr arbeitet Lou in Teilzeit als Referent:in in der diversitätsorientierten Organisationsentwicklung in der Heinrich-Böll-Stiftung.

Und sonst?

Ausblick

Schaufenster

Beim FLUX-Schaufenster werden alle kuratierten Gastspielproduktionen einer Saison präsentiert. Ob Ausschnitt, Interview oder Live-Trailer: Auf der Veranstaltung können Lehrer:innen, Netzwerkakteur:innen und Interessierte einen Einblick in die aktuelle Auswahl, die Themen, künstlerischen Ansätze und Ästhetik der FLUX-Partnertheater und ihrer Arbeit für junges Publikum erhalten.

Erstmals fand das Schaufenster im Jahr 2020 online statt: In kurzen Videotrailern stellten die Künstler:innen ihre für das FLUX-Gastspielprogramm 2020/2021 ausgewählten Produktionen vor, gewährten Einblicke in ihre Arbeitsweise und in ihr Angebot für das theaterpädagogische Begleitprogramm.

Residenzen

Die FLUX-Residenzen schaffen künstlerische und intergenerationale Begegnungen und sind speziell für ländliche Räume konzipiert. Es entstehen mobile Produktionen, Performances oder Filme, die gemeinsam mit den Bewohner:innen entwickelt werden und die Besonderheit der jeweiligen Gemeinde oder Region einbeziehen. Die Residenzen sind auf drei Jahre kontinuierliche Arbeit vor Ort angelegt und schließen jedes Jahr mit einer öffentlichen Präsentation ab.

Kinder­akademien

In den FLUX-Kinderakademien steht das künstlerische Forschen, das gemeinsame Philosophieren und Denken im Vordergrund. In einem außerschulischen Projekt arbeiten Kinder und Jugendliche gemeinsam mit Expert:innen zu einem bestimmten Thema. Die Ergebnisse werden am Ende in einer von den Teilnehmer:innen gestalteten Abschlusspräsentation vorgestellt.

Plattform

Die FLUX-Plattform ist eine Austausch- und Präsentations­veranstaltung der FLUX-Residenzen. Die Künstler:innen, FLUX-Netzwerkakteur:innen und alle Interessierten können sich gemeinsam über Erfahrungen und Schwerpunkte der Residenzen austauschen sowie die eigene Arbeit präsentieren.

Derzeit werden die FLUX-Residenzen im Forschungsprojekt der Universität Koblenz-Landau „Der dritte Ort? Künstlerische Residenzen in ländlichen Räumen“ wissenschaftlich begleitet.

Fortbildungen

Die FLUX-Netzwerkakteur:innen verfügen über verschiedenste wertvolle Expertisen, die in gemeinsamen Fortbildungen mit unterschiedlichen Schwerpunkten zusammengeführt werden. Der Austausch dient als Input und nutzt zum einen die Fachkenntnisse der Teilnehmenden, um mit kreativen Strategien neue künstlerische Formate und Publikumsgruppen zu erschließen. Zum anderen findet eine Auseinandersetzung mit zeitgenössischen Themen und Diskursen des Kinder- und Jugendtheaters statt.

Das FLUX-Residenzprogramm, die Kinderakademien und die Plattform werden im Rahmen des Programms „Kulturkoffer“ der Hessischen Landesregierung gefördert.

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