Netzwerk Theater
und Schule

Gastspiele

Ich will
alles wissen

Stücke ab 6

Hennermanns Horde

Rock wie Hose

Tanz ab 6 Jahren
Dauer: 45 Min.
Gastspielkosten (Schulanteil): 550,–
Foto: Daniel Blattmann

„Rock wie Hose“ bricht mit altbekannten Klischees: Auf dem Catwalk posiert keine Vorführdame, sondern der Breakdancer Albi Gika – und im Tanzring spielt die Tänzerin Katharina Wiedenhofer mit ihren Muskeln. Mal im harmonischen Miteinander und mal im konkurrierenden Kräftemessen nutzen die beiden Bewegungen, Klamotten, Frisuren und Requisiten, um konventionelle Geschlechterzuschreibungen zu hinterfragen. Mit Elementen aus dem zeitgenössischen Tanz, der HipHop-Battlekultur, dem Aikido-Stockkampf und einer Sound- und Musikcollage aus O-Tönen von Kindern werden in der Tanzperformance typische Rollenbilder kräftig durchgeschüttelt.

Theaterpädagogisches Angebot: Neben einem Gesprächsformat, in dem auf die Fragen der Kinder zu dem Stück und zu dem Thema Tanz eingegangen wird, zeigen die Künstler:innen, welche Bewegungen im Stück vorkommen, wo sie herkommen und wie die Kinder sie nachmachen und körperlich nachvollziehen können.

Mit: Albi Gika, Katharina Wiedenhofer
Choreografie: Célestine Hennermann
Musik & Komposition: Gregor Praml
Bühne & Kostüm: Sounds of Silence
Dramaturgie: Claudia Praml

Iso Herquist & Katharina Wiedenhofer

Anti Zombie Maschine

ab 6 Jahren
Dauer: 45 Min.
Gastspielkosten (Schulanteil): 360,–
Foto: Daniel Blattmann

Was ist das Internet? Was ist eine App? Was kann sie? Was nicht? Müssen wir immer erreichbar sein? Das Internet und Smartphones sind ein beachtlicher Teil unseres täglichen Lebens. Nicht anders geht es Bu. Ihr neuer bester Freund Oswin ist smart, klug und immer für sie da – und er ist das Betriebssystem ihres Handys.
Die „Anti Zombie Maschine“ beleuchtet technische Aspekte des Internets, die Rolle von Smartphones in unserem Alltag und die Art und Weise, auf die wir heute miteinander kommunizieren. Es geht auch darum, abschalten zu lernen, um sich in der virtuellen Welt nicht zu verlieren.

Theaterpädagogisches Angebot: In unterschiedlichen Workshops werden die Geschichte und technischen Grundlagen des Internets untersucht, digitale und analoge Kommunikation im 21. Jahrhundert erforscht und mögliche „Anti Zombie Maschinen“ ausfindig gemacht.

Von & mit: Katharina Wiedenhofer, Iso Herquist

MONSTRA

Alice sagt, Senf ist ein Vogel

frei nach Lewis Carroll
ab 6 Jahren
Dauer: 45 Min.
Gastspielkosten (Schulanteil): 750,-
Foto: David Rittershaus

Eine Tomate ist keine Tomate. Essen kann mehr als nur den Hunger stillen. Essen kann mit allen Sinnen erfahren werden und den Bezug zu uns und unserem Umfeld beeinflussen. Genau das erfährt Alice, als eine Handvoll Gummibärchen sie in die Fremde schickt. Sie begibt sich auf eine appetitliche Reise quer durch ein Wunderland, das seinem Namen alle Ehre macht.
Eine Performance über Essen und Körper, Portionen und Rationen, Völlerei und Verzicht und über den Umgang mit dem Unbekannten. Geladen wird zu einer verrückten Teegesellschaft, denn auch Lewis Carrolls Alice wusste: Egal, was man isst, irgendetwas Interessantes passiert bestimmt.

Theaterpädagogisches Angebot: Angelehnt an Motive aus der Inszenierung „Alice sagt, Senf ist ein Vogel“ werden die Kinder in Sprachspiele und kreative Aufgaben verwickelt, die sich rund um das Thema Essen und Körper drehen.

Mit: Gesa Bering, Katharina Speckmann
Künstlerische Leitung: Katharina Speckmann
Ko-Regie: Kim Willems
Musik: Figen Aksoy, David Rittershaus
Bühne & Kostüm: Ajda Tomazin
Dramaturgie: Arnita Jaunsubrena

Theaterhaus Ensemble

JUNGS

von Shanna Chatterjee
ab 6 Jahren
Dauer: 60 Min.
Gastspielkosten (Schulanteil): 700,-
Foto: Katrin Schander

Als Lo seinen Freunden anvertraut, dass er sich manchmal von „innen fühlt wie ein Mädchen“, ist Matti hin- und hergerissen. Ravis Ablehnung könnte jedoch nicht deutlicher sein. Die Freundschaft der Jungs, gespielt von drei Schauspielerinnen, wird vor eine Zerreißprobe gestellt. Um wieder zusammenzufinden, müssen sie lernen, füreinander einzutreten und auch Unterschiedlichkeit zu akzeptieren.
Spielerisch geht „JUNGS“ der Frage nach, was es jenseits von rosa und himmelblauen Klischeewelten noch für interessante Farben zu entdecken gibt. Ein einfühlsames Theaterstück über Geschlechteridentität.

Theaterpädagogisches Angebot: Im Workshop werden spielerisch die Themen des Stücks aufgegriffen und reflektiert. Darüber hinaus kann mit den Teilnehmenden szenisches Spiel mithilfe von Fragmenten aus dem Text erprobt werden.

Mit: Uta Nawrath, Friederike Schreiber, Susanne Schyns
Regie: Rob Vriens
Musik: Günther Henne
Bühne & Kostüm: Kerstin Laackmann
Dramaturgie: Susanne Freiling

Tanzplattform Rhein-Main

LIGNA: Klasse Kinder!

Tanz ab 7 Jahren
Dauer: 45 Min.
Publikumsbegrenzung: 60
Gastspielkosten (Schulanteil): 450,-
Foto: Ralf Grömminger

Ausgestattet mit Kopfhörern, über die Erzählungen und Bewegungsanweisungen ertönen, erschließen sich die Kinder tänzerisch soziale Räume und erfahren, wie man sich in einer zufällig zusammengewürfelten Gruppe ohne Anführer:in gemeinsam bewegen kann. Ideengeberin für das Stück ist die 1966 verstorbene Choreografin Jenny Gertz, eine beinahe in Vergessenheit geratene Visionärin in der Arbeit mit Kindern. In „Klasse Kinder!“ gibt LIGNA Gertz eine Stimme und erweckt ihre revolutionären Ideen gemeinsam mit den Kindern zum Leben.

„Grundsatz: Zeige nie einem Kind, was ein Kind von selbst tun kann – tänzerische Körperbildung ohne Übungen, die von Erwachsenen erfunden sind, ist die Grundlage. Freude am Schaffen, am Experimentieren.“ —Jenny Gertz

Theaterpädagogisches Angebot: Das Angebot reicht von 20-minütigen Gesprächen bis hin zu einem längeren Workshop. In einem Nachgespräch werden die von den Kindern gemachten Erfahrungen während des Stücks besprochen. Mögliche Workshopschwerpunkte richten sich nach dem Interesse der Schule.

Konzept, Text, Produktion: LIGNA (Ole Frahm, Michael Hüners, Torsten Michaelsen)
Stimmen: Katharina Bach & Kinder der Klasse 4d der Riederbergschule Wiesbaden
Choreografie: Ekaterine Giorgadze, Stefi Schmid
Musik: Elischa Kaminer
Kostüm: Gloria Brillowska

Auch ein Stück? Erd­beer­kuchen? Oder Schoko­laden­torte?

Stücke ab 8

die stromer

TATÜTATA

Die Lügenpolizei informiert
ab 8 Jahren
Dauer: 60 Min.
Gastspielkosten (Schulanteil): 500,-
Foto: Jörn Fröhlich

Flunkern, schummeln, täuschen, schwindeln, mogeln, übertreiben. Egal, wie es genannt wird: Wer nicht die Wahrheit sagt, lügt. Und wer kann schon – in aller Aufrichtigkeit – von sich behaupten, noch nie eine kleine Notlüge gesprochen zu haben? Wie gut, dass da die freundliche Lügenpolizei in aufsuchender Präventionsarbeit vorbeikommt, um Groß und Klein vor den üblen Auswirkungen hemmungsloser Lügerei zu bewahren. In vielfältigen und an Fantasie nicht armen Präsentationen veranschaulichen und entdecken die engagierten Profis Wissenswertes und Erstaunliches aus der Welt der Unwahrheiten.

Theaterpädagogisches Angebot: Im Workshop werden das Stück und die Ambivalenz von Lügen spielerisch reflektiert: Ist Lügen immer schlecht? Gibt es gute Lügen? Und ist alles, was nicht wahr ist, gleich gelogen?

Mit: Thomas Best, Birgit Nonn
Buch & Regie: Esther Steinbrecher
Bühne & Kostüm: Jörn Fröhlich
Musik: Rainer Michel

Zweistellig und gefällig!

Stücke ab 10

Brands / Sistig / Steinmair

1001 Sorrys

ab 10 Jahren
Dauer: 50 Min.
Gastspielkosten (Schulanteil): 625,-
Foto: Katrin Schander

Hey. Verzeihung. Tut mir leid. Sorry not sorry. Gibt es überhaupt eine angemessene Form der Entschuldigung? In „1001 Sorrys“ arbeiten sich drei Performer:innen quer durch das Feld denkbarer Entschuldigen, ob fürs Zuspätkommen, individuelle Verbrechen oder globale Ungerechtigkeiten. 1001 Mal muss Sorry gesagt werden. Und jedes Mal klickt dabei ein Counter, denn jedes Sorry zählt.
Die Performance ist eine sensible Gratwanderung zwischen Witz, Diss und haarigen Fragen zur Artikulierbarkeit von Schuld und Vergebung: Wofür brauchen wir Entschuldigungen, wann helfen sie – und wann nicht? Mit Unterstützung des Publikums wird die Sorry-Sammlung bei jeder Performance konsequent erweitert.

Theaterpädagogisches Angebot: Im Workshop werden die Teilnehmenden aufgefordert, das Gesehene sowie eigene Entschuldigungspraxen zu reflektieren, sich auszutauschen und zu diskutieren. Sie erstellen eigene Sorry-Sammlungen und beteiligen sich an der Sammlung für das Stück.

Von & mit: Maximilian Brands, Hanna Steinmair, Bastian Sistig

theaterperipherie

Sieht man was?

Ein Stück über Periode
ab 10 Jahren
Dauer: 50 Min.
Gastspielkosten (Schulanteil): 625,-
Foto: Nena Savvidou

Etwa die Hälfte der Erdbevölkerung hat sie. Sie ist die Grundlage für menschliche Fortpflanzung. Und trotzdem ist die Menstruation nach wie vor eines der am strengsten tabuisierten Themen weiblicher Sexualität.
Drei Performerinnen wollen dem etwas entgegensetzen und begeben sich in „Sieht man was?“ auf eine Reise. Sie wollen herausfinden, was es mit der vermeintlich schambehafteten Periode auf sich hat. Mit viel Humor und Ironie erkunden die Darstellerinnen die biologische, historische und kommerzielle Seite der mythenumwobenen „Erdbeerwoche“. Es geht um das Frausein und Frauwerden, um Körpergefühl und Körpererfahrung.

Theaterpädagogisches Angebot: Angeboten werden sowohl ein Vor- als auch ein Nachbereitungsformat: Die Vorbereitung umfasst eine Gesprächs- und Kennenlernrunde. Für die Nachbereitung werden mit den Teilnehmenden Kunstfiguren entworfen und zum Thema des Stücks befragt. Auf Wunsch können die Workshops gendergetrennt stattfinden.

Mit: Büşra Demir, Dena Baghery, Weronika Barzowski
Konzept, Regie & Dramaturgie: Magdalini Savvidou, Ewgenija Weiß
Kostüm: Gianna Resvani
Gesang- und Rap-Coaching/Trailer: Aya-Charlotte Armah

Bald dürfen sie wählen...

Stücke ab 12

Brachland-Ensemble

Revolution: Alles wird gut!

ab 12 Jahren
Dauer: 70 Min.
Gastspielkosten (Schulanteil): 615,-
Foto: Sebastian Autenrieth

Was muss man können, um die Welt zu verbessern? Vieles, das uns selbstverständlich erscheint, war für unsere Großeltern eine ferne Utopie. Deutsche, die jetzt ins Rentenalter kommen, gehören zur ersten Generation, die Frieden, Freiheit und Wohlstand als Dauerzustand kennenlernten. Dennoch bleiben wir scheinbar in die Apokalypse verliebt. Im Angesicht politischer und gesellschaftlicher Spannungen verfolgt das Brachland-Ensemble bewusst einen positiven Ansatz und geht auf die Suche nach Visionär:innen und Vorbildern. Im Rahmen der dokumentarischen Inszenierung werden diese teils live – via Skype – auf die Bühne geschaltet.

Die Inszenierung ist auch als Live-Stream mit interaktiven Abstimmungstools buchbar.

Theaterpädagogisches Angebot: In Absprache mit der Schule.

Mit (wechselnd): Anika Pinter, Maria Isabel Hagen, Eric Rentmeister, Gunnar Seidel, Dominik Breuer
Konzept & Regie: Dominik Breuer, Gunnar Seidel
Bühne & Kostüm: Franziska Isensee
Dramaturgie: Maria Isabel Hagen, Ilse Zeppenfeld
Video: Felix Kramer

La Senty Menti

remembe­RING

ab 12 Jahren
Dauer: 60 Min.
Gastspielkosten (Schulanteil): 600,-
Foto: Rainer Drexel

Jenny Hilb wurde 1943 in Auschwitz ermordet. Das weiß ihre Enkelin seit ihrer Kindheit, doch die Antworten auf ihre Fragen sind spärlich. Vater und Mutter schweigen, Onkel und Tante bleiben vage und widerwillig. Der Vater floh vor den Nazis nach Israel, lernte dort seine Frau kennen, bekam die Tochter und entschied sich 20 Jahre nach Kriegsende, nach Deutschland zurückzugehen, ins Täterland. Warum? „remembeRING“ ist die Geschichte eines Ringes, der einmal Jenny Hilb gehörte. Er gelangte aus Ulm nach Tel Aviv und befindet sich heute in Frankfurt.

Theaterpädagogisches Angebot: Der Workshop thematisiert die Weitergabe von Erinnerung. Gemeinsam wird nach neuen Formen der Auseinandersetzung mit der Epoche des Nationalsozialismus und der Shoah gesucht. Die Teilnehmenden sollen sensibilisiert werden, um sich aktiv mit altem und neuem Antisemitismus auseinanderzusetzen.

Mit: Liora Hilb, Stella Hilb
Regie: Sabine Loew
Bühne & Kostüm: Cornelia Falkenhan
Musik: David Kirchner
Dramaturgie: Miriam Locker

TheaterGrueneSosse

Sex, Drugs, Geschichte, Ethik & Rock ’n‘ Roll

ab 13 Jahren
Dauer: 60 Min.
Gastspielkosten (Schulanteil): 700,- (Spiel) / 50,- (Film)
Foto: Katrin Schander

Warum war John Lennon oft nackt? Wie viel Geld darf man haben? Ist Sekttrinken noch Kultur? Wie brav muss ein Schneewittchen sein? Sind Waffen OK, wenn man damit Kunst macht? Was verdienen Frauen in Deutschland? Wer darf Geschichte schreiben? Sind alle Kioskbesitzer:innen Dealer? Was soll man wissen? Was verstehen? Das TheaterGrueneSosse macht die Bühne zum Bildungsort und klärt über fünf ausgewählte Themenbereiche auf, die ansonsten in der Schule möglicherweise zu kurz kämen.

Alternativ zur Live-Aufführung in Pandemiezeiten hat das Theater mit „Sex, Drugs, Geschichte, Ethik & Rock ’n‘ Roll – der Film“ ein speziell für Schulen konzipiertes Videoformat entwickelt, das ebenfalls über FLUX buchbar ist.

Theaterpädagogisches Angebot: Es sind sowohl Nachgespräche als Videokonferenz als auch theater- und/oder medienpädagogische Workshops als Präsenzformat buchbar. In den Workshops beschäftigen sich die Teilnehmenden mit den Inhalten des Stücks oder mit dem Medium Film. Unter Anleitung inszenieren bzw. drehen sie im Anschluss selbst kleine Szenen.

Mit: Kathrin Marder, Friederike Schreiber
Regie: Leandro Kees
Bühne: Detlef Köhler
Kostüm: Patrick Bartsch
Dramaturgie: Ossian Hain

Ja, ich will immer noch alles wissen!

Stücke ab 14

Held & Praml

In Auschwitz gab es keine Vögel

ab 14 Jahren
Dauer: 70 Min.
Gastspielkosten (Schulanteil): 300,-
Foto: Gregor Praml

Bald wird es keine Überlebenden des Holocaust mehr geben – und wer erzählt dann? Können, dürfen wir, die wir die traumatischen Situationen nicht selbst erfahren haben, eine Art stellvertretende Zeug:innenschaft übernehmen? Eine Verantwortung für die Vergangenheit?
Die Autorin Monika Held und der Kontrabassist Gregor Praml beantworten diese Fragen mit einer Konzert-Lesung, in der Helds Lesung aus ihrem Roman „Der Schrecken verliert sich vor Ort“ mit Live-Musik von Praml und O-Tönen des Auschwitzüberlebenden Hermann Reineck zusammenfließen. „In Auschwitz gab es keine Vögel“ ist die Geschichte des Wunsches, Erlebtes und Erlittenes weiterzugeben.

Die Inszenierung kann auch als Videoformat mit anschließender Webkonferenz zum Nachbesprechen gebucht werden. Dieses Angebot ist für die Schule kostenfrei.

Theaterpädagogisches Angebot: Zur Vorbereitung steht eine Sammlung von Hintergrundinformationen, Aufgabenstellungen und Auseinandersetzungen mit dem Thema zur Verfügung. Im Anschluss an die Aufführung bieten die Künstler:innen ein Nachgespräch an.

Von & mit: Monika Held, Gregor Praml

Vlasova / Pawlica

WINTERREISE

Tanz ab 14 Jahren
Dauer: 75 Min.
Gastspielkosten (Schulanteil): 718,-
Foto: Maciej Rusinek

Franz Schuberts Werk ist einer der bekanntesten Liederzyklen der Musikgeschichte. In „WINTERREISE“ wird der Zyklus auf seine absolute Essenz reduziert und mit zwei Darsteller:innen in ein intimes, eindringliches, mal melancholisches und mal augenzwinkerndes Tanzerlebnis verwandelt.
Im Zentrum der Inszenierung steht das Thema Depression: Angelehnt an die Texte von Wilhelm Müller suchen Vlasova/Pawlica nach abstrakten Körperformen und Ausdrucksweisen, die dem Publikum einen neuen Blick auf die Krankheit und damit auch einen feinfühligeren, reflektierten und offeneren Umgang damit ermöglichen.

Theaterpädagogisches Angebot: In einem vorbereitenden Workshop werden Einblicke in den Entstehungsprozess des Stücks gewährt. Nach einem kurzen Aufwärmen werden kleine Bewegungssequenzen zum Thema Depression entwickelt, die die Teilnehmenden zu einer eigenen, persönlichen Choreografie zusammenfügen.

Von & mit: Katerina Vlasova, Amadeus Pawlica

Kortmann & Konsorten

Die Verwandlung

nach Franz Kafka
ab 15 Jahren
Dauer: 65 Min.
Gastspielkosten (Schulanteil): 800,-
Foto: Niko Neuwirth

Gregor Samsa wacht eines Morgens auf und spürt, dass etwas anders ist. Er hat sich über Nacht in ein Ungeziefer verwandelt. Oder passiert das alles nur in seinem Kopf? In der Inszenierung wird Samsas Verwandlung zum psychologischen Horrortrip. Kafkas Erzählung wird ihrerseits in ein Live-Hörspiel transformiert, das zwischen verschiedenen Haltungen und künstlerischen Formen wechselt. Mit elektronischen Sounds und vielstimmigem Ensemble entsteht eine beklemmende Atmosphäre, die durch das Spiel im komplett abgedunkelten Raum weiter verstärkt wird und dem Publikum Samsas Metamorphose erlebbar macht. Kafkas Text wird zur Grundlage einer Reflexion über Gesellschaft, Normen, Familie und den Sog der Untätigkeit.

Theaterpädagogisches Angebot: Das Angebot besteht aus zwei voneinander unabhängig durchführbaren Formaten. In einem inhaltlichen Workshop werden die Themen Burnout und Depression fokussiert. In einem praktischen Workshop können die Teilnehmenden die verwendete Theaterform spielerisch selbst erfahren.

Mit: Daniela Fonda, Andreas Jahncke, Ole Bechtold, Sarah Kortmann
Regie & Bühne: Sarah Kortmann
Musik: Torsten Kauke

Senger & Mitterlehner

Name: Sophie Scholl

von Rike Reiniger
ab 15 Jahren
Dauer: 45 Min.
Gastspielkosten (Schulanteil): 150,- (Spiel) / 100,- (Film)
Foto: Senger & Mitterlehner

Sophie Scholl war eine Heldin. Zweifellos. Aber wie wird man zur Heldin? Eine Jurastudentin, die nur zufällig so heißt wie ihre berühmte Namensvetterin, soll vor Gericht aussagen. Als einzige Zeugin kann sie eine angeklagte Sekretärin entlasten – und damit ihren Professor belasten, mit gravierenden Folgen für ihre akademische Karriere.
Rike Reiniger verknüpft die Geschichte der historischen Sophie Scholl, die 1943 wegen „Hochverrat und Wehrkraftzersetzung“ hingerichtet wurde, mit der einer fiktiven Jurastudentin heute. „Name: Sophie Scholl“ ist ein innerer Monolog in den Sekunden, bevor sie ihre Entscheidung fällen muss.

Die Inszenierung kann auch als Videoformat mit anschließender Webkonferenz zum Nachbesprechen gebucht werden.

Theaterpädagogisches Angebot: Mit spielpraktischen Übungen werden die Themen Zivilcourage und Widerstand aufgegriffen. Verschiedene Situationen der Handlung werden reflektiert und in den Alltag der Teilnehmenden übertragen. Im Mittelpunkt steht die Frage: Was würde ich riskieren?

Mit: Daniela Mitterlehner
Regie: Judith Senger

Zum Ausdrucken und Durchblättern steht das FLUX-Gastspielprogramm im Downloadbereich auch als PDF zur Verfügung.

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