Residenzen
Einleitung
Das vom Hessischen Ministerium für Wissenschaft und Kunst aus Mitteln der Kulturellen Bildung geförderte Residenzprogramm stellt eine qualitative Weiterentwicklung von FLUX dar. Die Residenzprojekte sind speziell für ländliche Räume konzipiert und legen den Fokus auf intergenerationale Begegnungen Jede Residenz ist geprägt durch die Besonderheit des Ortes, durch die künstlerische Handschrift der Theaterschaffenden und durch die Diversität der Beteiligten. Seit dem Start der temporären Theaterresidenzen im Jahr 2015 haben sich unterschiedliche Künstler:innen meist über mehrere Jahre in einer Gemeinde mit den verschiedensten Fragestellungen beschäftigt. Dabei steht immer das Prozesshafte im Vordergrund, nicht das Ergebnis.
Die Projekte suchen sich ganz unterschiedliche Orte des Sichtbarwerdens: auf dem Marktplatz, in Leerstandsräumen, Containern, Schulen oder auf der Leinwand im Gemeindesaal. Die Residenzen sind mehrjährig angelegt und werden zum Austausch sowie im Sinne des Netzwerkgedankens von FLUX auf der FLUX-Plattform zusammengeführt.
2017 wurde das FLUX-Residenzprogramm 2016 nominiert für den Preis „DER OLYMP – Zukunftspreis für Kulturbildung“ der Kulturstiftung der Länder.
Kunst im Liegen
„Real Life Adventure Game“
Ober-Ramstadt (2025 – 2026)
Kunst im Liegen alias Rike Hoppse und Janina Warnk forschen in ihrer Residenz, ob „spielen“ als künstlerische Praxis generationenübergreifend neue Stadtperspektiven eröffnen und ästhetische Erlebnisse schaffen kann. Mit dem „RELAG“ (Real Life Adventure Game) werden Wünsche und Sehnsüchte gesammelt und auf Spielkarten festgehalten. Das Spiel ist jederzeit im Stadtraum für alle zugänglich und entwickelt sich gemeinsam mit den Teilnehmenden.
verwilderte fasern
„Tentacles. Das Monster aus der Tiefe“
Schlüchtern (2025 – 2026)
Anno Bolender und Lou Siebold vom Kollektiv verwilderte fasern erforschen gemeinsam mit Jugendlichen aus Schlüchtern das Thema Wut und entwickeln dazu performative Settings und Kunstwerke. Inspiriert von Tiefseemonstern mit Tentakeln nähern sich die beiden Künstler:innen spielerisch der Emotion und schaffen Raum für queere Perspektiven, künstlerischen Ausdruck und kollektive Prozesse.
Keine Kunst
„Bürger:innenpark“
Mühlheim am Main (2025 – 2026)
Charlotte Birkner-Behlen und Lars Moritz vom Kollektiv Keine Kunst schaffen in ihrer Residenz einen temporären „Bürger:innenpark“ als utopisches Stadtzentrum in Mühlheim am Main. Gemeinsam mit der Jugendförderung entstehen achteckige Möbel und ein offener Raum fürs Verweilen, Austausch, Ideen und Visionen zur Zukunft der Stadt. Inspiriert von der antiken Agora wird Kunst hier zum partizipativen Werkzeug demokratischer Stadtgestaltung.
Archiv
M O N S T R A
„Aus dem Wald rufen“
Wald in Hessen (2022 – 2024)
Nach drei Jahren Residenzarbeit, in denen Interviews, Vermittlungsprojekte, Recherchen und Waldspaziergänge durchgeführt wurden, entstand im Projekt „Aus dem Wald rufen“ von und mit M O N S T R A eine filmische Dokumentation mit Trickfilmelementen. Der Film verwebt das Netzwerk zwischen dem hessischen Wald und den Menschen, die sich für ihn engagieren, und beleuchtet die klimapolitische Bedeutung des Waldes sowie die Sorgen und Hoffnungen seiner Bewahrer:innen. Mit einer Mischung aus Ermutigung und Melancholie fängt der Film die Rätselhaftigkeit des Waldes und die vielfältigen Versuche ein, ihm zu helfen.
Einblicke in die Residenz:
AndiamoKollektiv
„Biographien am Waldhof“
Waldhof Greifenstein (2022 – 2024)
Eine ehemalige Lungenfachklinik als Kindheits-, Arbeits-, und Lebensort damals wie heute: der Waldhof ist heute ein selbstorganisiertes Wohnprojekt und Lebensmittelpunkt des AndiamoKollektivs. Zu Beginn ihrer Residenz setzten sich Eva Schorndanner und Bernardo Lapuente Sanchéz intensiv mit der Geschichte des Waldhofs anhand von noch bestehendem Archivmaterial auseinander. Daraus entstanden audiovisuelle Annäherungen an das Thema der Ahnenforschung sowie eine zweijährige Zusammenarbeit mit Schülerinnen der Freien Montessorischule Westerwald zu weiblichen Biografien am Waldhof und die Frage nach unseren gegenwärtigen Heldinnen.
2023 und 2024 veranstaltete sie das Festival „Tag der Toten“, das parallel zu Allerheiligen und dem mexikanischen Día de los muertos gefeiert wird. Mit einem abwechslungsreichen Programm aus Theater, Lesungen, Zirkusworkshops, Audiowalks, Konzerten und einer Open Stage wurden den Verstorbenen feierlich gewürdigt und das Zukunftsdorf Waldhof zu einem lebendigen Ausdruck kultureller Vielfalt.
Einblicke in die Residenz und Aufnahmen von Eva Schorndanner zur Residenz am Waldhof:
Decker & Spahn
„Aufbruch in die Zukunft“
Schwalmstadt-Treysa (2022 – 2024)
Die Futurnautinnen Anne Decker und Lea Spahn setzten sich in ihrer Residenz mit der Innenstadt von Schwalmstadt-Treysa auseinander und gingen mithilfe von performativen Beteiligungsprozessen der Frage nach, wie man diese wieder beleben kann. Dazu forschten sie u.a. mit Schüler:innen der Schule im Ostergrund Schwalmstadt zu wünschenswerten Zukünften und brachten die Stimmen der Schwälmer:innen in einer Audioinstallation zum Klingen. Darüber hinaus entstand das interaktive Theaterstück „Wo ist das Paradies?“, bei dem das Publikum eine fiktionale Reise durch Treysa machte.
Einblicke in die Residenz:
Studio Studio
„Studio Vogelsberg I-III“
Gemeinde Grebenhain (2019 – 2021)
Studio Vogelsberg realisierten gemeinsam mit den Bewohner:innen von Grebenhain unterschiedliche filmische Projekte. 2019 entstanden Episoden, die die Geschichte und besondere Orte des Vogelsbergs zwischen Fiktion und Dokumentation thematisierten, während 2020 der Fokus auf dem Fußballplatz von Volkartshain und seiner Verbindung zu einem Flugzeugabsturz lag. Im letzten Jahr 2021 wurde das Projekt mit einer Ideenwerkstatt und einer filmischen Inszenierung zur Umnutzung des Sportplatzes abgeschlossen, wobei die Bewohner:innen ihre Visionen und Lösungen für lokale, realpolitische Herausforderungen präsentierten.
Einblicke in die Residenz und gelesener Brief des Bürgermeisters:
Theater Joschik
„Auf der Mauer auf der Lauer“
„KALTE FLEISCHWURST“
„Das große Fest“
Gemeinde Staufenberg (2019 – 2021)
In ihrer Residenz widmeten sich Theater Joschik und die Teilnehmenden aus Staufenberg, Lollar und Daubringen den Themen Erinnern, Gemeinschaft und Sinneserfahrungen, wobei sie gemeinsam den Wald am Buchenberg als Treffpunkt und Schauplatz eines performativen Festes wählten. Der Fokus der Residenz lag auf den Erinnerungen an den Staufenberger Schriftsteller Peter Kurzeck und seiner Autobiographie. Es wurden Interviews mit Zeitzeug:innen und Neu-Staufenberger:innen sowie verschiedene Kunstformen wie Theater, Malerei und Bewegung genutzt, um das Thema Heimat und Bewahren zu erforschen.
Einblicke in die Residenz:
Kilincel & Schaper
„SELFIE“
Schotten (2020)
Im Projekt SELFIE erkundeten die Performancekünstlerin Tümay Kılınçel und der Medienkünstler Cornelius Schaper mit den Bewohner:innen von Schotten, wie das digitale Selbst- und Spiegelbild der Gemeinde aussehen könnte und welche Themen den Menschen vor Ort wichtig sind. Angesichts der Pandemie wurde das künstlerische Arbeiten in den digitalen Raum verlagert, wodurch eine künstlerische Webseite unter dem Titel „Schotten 2020“ entstand – ein digitales Mosaik der Stadt.
willems&kiderlen
„STADT_LAND_KIND“
„Nischenland“
„GHOSTWRITING ODENWALD“
Gadernheim (2018 – 2020)
Das erste Residenzprojekt 2018 STADT_LAND_KIND setzte sich mit der Kindheit auf dem Land auseinander, wobei das Residenzteam gemeinsam mit Kindern einen Audiowalk durch den Ort entwickelte. 2019 widmeten sie sich in „Nischenland“ dem Konzept von Nischenräumen, indem sie die Bewohner:innen von Gadernheim interviewten und daraus ein temporäres Wunder- und Kuriositätenkabinett schufen. In GHOSTWRITING ODENWALD (2020) forschte das Kollektiv zusammen mit der Gemeinde Lautertal an den Geschichten und Erinnerungen der älteren Landbevölkerung, die in einem filmischen Projekt von einer jüngeren Generation performativ aufbereitet wurden.
https://dielautertalprotokolle.de/
Trailer zur Residenz:
deWOR DRöGE
„Denkstätte Raum“
Mücke (2019)
Im Projekt „Denkstätte Raum“ (2019) erkundeten die Choreografinnen Hannah Dewor und Wiebke Dröge in der Gemeinde Mücke das Konzept des „Tanzwanderns“, bei dem Wandern als tänzerische und dramaturgische Choreografie inszeniert wurde. In Zusammenarbeit mit den Bewohner:innen entstanden ortsspezifische Performances und Choreografien, die sowohl fest inszeniert als auch situativ im öffentlichen Raum stattfanden. Zusätzlich wurde die interaktive Lichtinstallation „DENKSTÄTTE“ gestaltet, um immaterielle Denkprozesse durch Licht, Ton und Video in erfahrbare Bewegungsaktivität zu übersetzen.
LIGNA
„Räuber – Ein Wirtshaus im Spessart“
„Radio Orb I-II“
„Die Geheimnisse von Orb“
Bad Orb (2016 – 2019)
Im Projekt „Die Geheimnisse von Orb“ (2019) entwarfen Ligna in Zusammenarbeit mit jungen Künstler:innen aus der Kinderinitiative Bad Orb e.V. eine Serie von Plakaten, die mit QR-Codes ausgestattet waren und über geheimnisvolle Geschichten und Hörstücke zum Stadtbild von Bad Orb führten. In den Jahren 2017 und 2018 schufen sie zudem den temporären Radiosender „Radio Orb“, bei dem Kinder und Jugendliche in Workshops die Grundlagen der Radioproduktion erlernten und gemeinsam mit der Gemeinde live sendeten. Im ersten Jahr 2016 drehte sich alles um den historischen Wirtshausmythos, zu dem Bewohner:innen, vor allem Kindern und Jugendlichen aus Bad Orb, mit Ligna eine Audiowalk-Performance entwickelten, die die Geschichte von „Räuber und Gendarm“ mit der lokalen Geschichte es Ortes verband.
Einblicke in die Residenz und Leerstandsvorschlag als Audio:
Charis Nass Produktion
„Auf der Suche nach dem verlorenen Lächeln“
„Reisebüro der vergessenen Träume“
Gemeine Erbach im Odenwald (2018 – 2019)
Im „Reisebüro der vergessenen Träume“ (2019) luden Charis Nass und Michael Pieper die Bewohner:innen von Erbach ein, ihre Träume und Wünsche zu reflektieren und sich kreativen Gesprächen und geführten Traumreisen hinzugeben. Die private Begegnung Fremder im Moment der Öffentlichkeit stand hier im Vordergrund. Gerahmt wurde das Reisebüro durch eine Lesung und eine Abschlussveranstaltung mit den Künstler:innen. Im Projekt „Auf der Suche nach dem verlorenen Lächeln“ (2018) untersuchten die Künstler:innen gemeinsam mit den Menschen aus Erbach und Michelstadt, wie viel ein Lächeln bedeuten kann und fragten sich, warum es immer schwieriger wird, es im Alltag zu zeigen. Mit dabei: Aktionen, Workshops und ein großes Hoffest. Beide Projekte setzten sich intensiv mit der emotionalen und gesellschaftlichen Wahrnehmung von Glück auseinander.
Hirsch & Co.
„Magnetfeld Eisenbach I-III“
Eisenbach (2017 – 2019)
Im „Magnetfeld Eisenbach“ (2017–2019) erforschte die Musikerin und Theatermacherin Anka Hirsch mit ihrem Team „Hirsch&Co / Kollaborative Magnetfeld“ die Wahrnehmung und die Grenzen von Natur, Raum und Kunst. In der ersten Phase (2017) trafen sich lokale und neu angekommene Menschen in verschiedenen künstlerischen Formaten und arbeiteten zusammen an der Schnittstelle zwischen Theater, Musik und Bildender (Raum-)Kunst. Die Residenz schloss mit Performances auf dem Eisenbacher Sommer-Kulturfestival ab. Die beiden folgenden Phasen (2018 und 2019) erweiterten diese interdisziplinären und diskriminierungssensiblen Ansätze: 2018 stand die künstlerische Auseinandersetzung mit der Natur und den eigenen Wahrnehmungsgrenzen im Zentrum, 2019 drehte sich alles um Beziehungsweisen von Kunstsparten, Kulturen und Orten. Die Ergebnisse eröffneten wieder das Sommer-Kulturfestival auf dem schönen Schloss Eisenbach.
Einblicke in die Residenz:
helfersyndrom & Institut für Alltagsforschung
„Zukunftsagentur I-III“
„Traumpanorama Büdingen“
Büdingen (2016 – 2019)
Die „Zukunftstraumagentur“ in Büdingen (2016–2019) war eine Reihe von Projekten des Künstlerkollektivs helfersyndrom / Institut für Alltagsforschung, die sich mit der Kraft und Bedeutung von Träumen für Zukunftsgestaltung auseinandersetzten. In der ersten Phase (2016) reisten die Künstler:innen mit einem zu einer mobilen „Traumsonde“ umgebauten Wohnwagen durch das Städtchen und sammelten Träume aus verschiedenen Altersgruppen, um ein kollektives Bild der Zukunft zu entwickeln. Die Ergebnisse wurden zum Gesprächsanlass verschiedener Generationen über Zukünfte. In den folgenden Jahren (2017–2019) wurde das Projekt weiter ausgebaut: In „Zukunftstraumagentur II“ (2017) wurden Kinder und Jugendliche zu „Traumagent:innen“ ausgebildet, die ihre Träume sammelten und dokumentierten, während die „Zukunftstraumagentur III“ (2019) mit einem mobilen Büro konkrete utopische Ideen für Büdingen umsetzte, wie z.B. ein öffentliches Planschbecken und eine „Luftschlosserei“ für Kinder. In den Abschlusspräsentationen und Stadtspaziergängen wurden die gesammelten Träume und Ideen der Bevölkerung hörbar und sichtbar gemacht. Und irgendwo in Büdingen liegt auch eine Zeitkapsel, die bald ausgegraben werden muss.
Eindruck zur Residenz im Audioformat:
andpartnersincrime
„Jump the Fence“
Nidda (2018)
Das Projekt „Jump the Fence“ (2018) in Nidda widmete sich Grenzen, die in verschiedenen Dimensionen – politisch, geografisch, psychologisch und ästhetisch – erfahren werden. Die partnersincrime sammelten Geschichten und befassten sich mit persönlichen und gesellschaftlichen Grenzerfahrungen, insbesondere aus der Perspektive von Geflüchteten und mit Papieren verbundenen Privilegien. Die Residenz umfasste Workshops, Vorträge, Filmabende und öffentliche Veranstaltungen mit betroffenen Personen und Expert:innen, die sich mit den vielen Aspekten von Grenzen und deren Überwindung auseinandersetzten. Die Residenz mündete in einer interaktiven Versuchsanordnung, die gemeinsam mit den Bewohner:innen von Nidda entwickelt wurde. Hier standen performative Übungen zur Grenzüberwindung im Zentrum.
ongoing project
„European Ministry of Culture“
„Papiertiger“
Homberg (Efze) & Meisungen (2015 & 2018)
„Papiertiger“ war ein Residenzprojekt in Homberg (Efze), das auf das Jahr 1968 und die Homberger Gegenschule Bezug nahm und als Atelier, Begegnungsort und Seminarraum fungierte. In zwanglosen Gesprächen mit den Einwohner:innen wurden die kollektiven und individuellen Erinnerungen an die 68er-Bewegung reflektiert, und es entstand ein Audiowalkprojekt zu historischen Orten der Revolte in der Region. Parallel dazu wurde mit Schüler:innen der Radko-Stöckl-Berufsschule in Melsungen das von demokratischen Strukturen inspirierte „European Ministry of Culture“ ins Leben gerufen, um alternative Ideen für ein zukünftiges Europa zu entwickeln und in einer Radiosendung zu präsentieren.
die kollektivschläfer
„SLEEP!“
„LUDO – Ich spiele, also bin ich“
Münster-Altheim & Großenlüder (2016 – 2017)
Die kollektivschläfer befassten sich mit Alltagshandlungen. „LUDO – Ich spiele, also bin ich“ (2017) war ein Residenzprojekt in Großenlüder, bei dem sich alles um das Spielen drehte. Die ganze Gemeinde wurde als Spielfeld neu entdeckt, beispielsweise durch ein Poster-Memory im öffentlichen Raum. Mit der Kunstfigur „Ludo“, die von den Bewohner:innen gemeinsam erschaffen wurde, wurde das kleine Städtchen dazu eingeladen, das eigene Kind als Spieler:in zu beschützen. Im Vorjahr beschäftigte sich das Projekt „SLEEP!“ in der Gemeinde Münster-Altheim im ARThaus (2016) mit der künstlerischen Erforschung des Schlafens. Neben zahlreichen Kindergarten- und Schulprojekten wurden im ARThaus Abendveranstaltungen (Pyjama-Partys, Schlaflied-Konzerte und die mobile Performance halbschlafvollmondgeflüste) entwickelt.
Einblicke in die Residenz:
3 hasen oben
„LOST – Gehen oder Bleiben?“
„How to build a happening?“
„Schwalm-Odenwald-Connection“
Schwälmer Gemeinden (2015 – 2017)
„Schwalm-Odenwald-Connection“ war ein Residenzprojekt, bei dem die Theaterkünstler:innen 3 hasen oben mit Jugendlichen aus der Region in einer Sommerwerkstatt eine Gerichtsshow inszenierten: Gesellschaftliche und politische Themen, die die Jugendlichen beschäftigten, wurden hier kreativ inszeniert. Das Projekt setzte sich mit der Verbreitung von Meinungen in der digitalisierten Welt und dem Aufbau von Communities in ländlichen Gebieten auseinander. In der Residenz „How to build a happening?“ experimentierten Jugendliche mit spontanen Kunstaktionen, reflektierten über Leistung und Stress und entwickelten gemeinsam mit dem Theaterteam künstlerische Interventionen, die in einer Präsentation im Schlosspark von Loshausen gipfelten.
Einblicke in die Residenz:
Keller-Metje & Keidel
„Kulturweberei“
Schlitz (2015)
Die „Kulturweberei“ (2015) war ein Projekt von Dina Keller-Metje und Annika Keidel in Schlitz, bei dem sie mit Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen gemeinsam die Zukunft des ehemaligen Weberstädtchens gestalteten. Sie nutzten die Metapher des Webens, um in einer ehemaligen Spinnweberei Fäden und Ideen für die Stadt zu spinnen und schufen dabei einen kreativen Raum, in dem sich die Bewohner:innen und Künstler:innen auf der Durchreise austauschen konnten. Durch kleine Werkstätten und die Einladung zur aktiven Teilnahme wurden die Kinder und Jugendlichen ermutigt, ihre eigenen Ideen und Visionen für Schlitz einzubringen. Die Verbindung nach Schlitz besteht noch heute, der Teppich ist fest gewebt.
Bericht aus der Kulturweberei:
TheaterGrueneSosse
„Per Pedale“
Steinau (2015)
„Per Pedale“ (2015) war ein Projekt des TheaterGrueneSosse, bei dem Detlef Köhler und Verena Specht-Ronique zusammen mit Jugendlichen aus Steinau die Region mit dem Fahrrad erkundeten. Während ihrer „Spurensuche“ sammelten sie Geschichten und reflektierten die eigene Wahrnehmung ihrer Heimat, die oft als langweilig oder „tote Hose“ empfunden wird. Neben der geografischen Erkundung stand auch das Fahrrad als Fortbewegungsmittel in den ländlichen Räumen im Zentrum der Residenz, was den Jugendlichen eine neue Perspektive auf ihre Umgebung ermöglichte.
Einblicke in die Residenz:






